Wer arbeitet, sagt man, macht Fehler – das gilt
natürlich auch für die Bodenverlegung. Nachfolgend haben wir für Sie
deshalb einige Tipps zusammengestellt, um Ihnen eine Menge unnötiger
Arbeit zu ersparen. Generell ist die Verlegung der Böden hier nur
grob und in den wichtigsten Schritten veranschaulicht. Die genaue
Verlege-/ u. Pflegeanleitung Ihres Bodens finden Sie als
Verpackungseinleger mit ausführlicher Bebilderung in jedem
Bodenpaket.
Die Vorbereitung
(1) Zur Akklimatisierung lagern
sie die Pakete min. 48 Std.
bei einer Raumtemperatur von
min. 18° C.
- Was benötigen Sie
an Verlegewerkzeugen?
(2) Verlegen Sie das
Fertigparkett i.d.R.
parallel zur
Hauptlichtquelle Ihres
Raumes. Verlegen Sie in
langen,
schmalen Räumen in
Längsrichtung. Die
Eigenstabilität wird dadurch
deutlich verbessert.
(3)
Bei der Verlegung über
mehrere Räume hinweg trennen
Sie bitte die Flächen in den
Türbereichen bzw.
Durchgängen mit Hilfe der
dafür geeigneten Profile.
Randabstände zu allen festen
Gegenständen und Wänden
unbedingt einhalten.
Raumgrößen von max. 10 m
Wandlänge bzw. 100 m²
(Rechenwert für Randfuge pro
Seite 1,0 mm pro m.
Wandlänge).
Dieser zwingend
erforderliche
Dehnungsabstand darf nicht
verfüllt oder mit
Elektrokabel o.ä. belegt
werden. Übernehmen sie
vorhandene Bewegungsfugen
des Unterbodens 1:1.
Die Verlegung
(4) Nachdem der
Unterboden entsprechend
vorbereitet wurde, verlegen
Sie die PE-Folie als
Dampfbremse (nur bei
mineralischen Untergründen).
Sie sollten die PE Folie
mindestens 10 cm überlappen
(ggf. Stöße abkleben)
lassen. Nun verlegen die
Zwischenlage Ihrer Wahl.
Verlegen Sie bitte immer nur
die Bahn, die Sie für die
nächsten 5-10 Reihen
benötigen.
(5a) Beginnen Sie in
der linken Raumecke und
legen Sie die Elemente so,
dass die Federseite (X) zur
Wand zeigt.
(5b) Achten Sie
darauf, dass Sie den
seitlichen Dehnfugenabstand
behalten. Sichern Sie die
erste Reihe gegen
Verrutschen mit
Abstands-haltern bzw.
Abstandskeilen. Mit dem
Reststück der ersten Reihe
wird in der nächsten
begonnen. mindestens
40-50 cm versetzt zu denen
der Vorreihe liegen.
(6a+6b) Legen Sie das
nächste Element der zweiten
Reihe in die Nut (Y) der
bereits liegenden Elemente
ab.
(7) Mit Hilfe der
Montagehilfe verschließen
Sie, durch vorsichtiges
Schlagen gegen die rechte
Stirnseite, die beiden
Dielen perfekt miteinander.
Um die horizontalen
Schubkräfte zu
stabilisieren, setzen Sie am
Anfang der Dielenreihe einen
Keil oder Abstandhalter ein.
Dies ermöglicht ein
problemloses Verriegeln,
ohne die Stabilität der
bereits verlegten Fläche zu
gefährden.
Das
letzte Element einer Reihe
passen Sie wie folgt an:
(8a) Drehen Sie das
Element so, dass Nutseite an
Nutseite (Y) liegt und das
Element mit der Stirnseite
einen Abstand
(Dehnfugenabstand) zur Wand
hat.
(8b) Nun sägen Sie
das Element auf Länge und
passen es ein. Dieses
Element verriegeln Sie mit
Hilfe eines Zugeisens.
(9) Für
Rohrdurchführungen beachten
Sie Bild 9. Schneiden Sie
dabei trapezförmig aus.
(10) Vorhandene
Holztürzargen können gekürzt
werden. Achten Sie auch
unter der Türzarge auf einen
ausreichenden
Dehnungsabstand von min.
10-12 mm. Sollte sich das
Element nicht unter dem
erforderlichen
Verriegelungswinkel einfügen
lassen, dann flachliegend
zusammenriegeln. Werden die
Türzargen nicht gekürzt,
muss eine Bewegungsfuge
zwischen Fertigparkett und
Türzarge von mind. 10-12 mm
vergesetzt werden.
Wandunebenheiten u. Abschlussarbeiten
(11) Die erste
Fußbodenreihe muss manchmal
einer unebenen Wand
angepasst werden. Dazu
übertragen Sie dann zuerst
die Kontur der Wand auf die
Paneele. Vergessen Sie nicht
den Dehnfugenabstand.
Verlegen Sie die
zugeschnittenen
Fußbodenelemente wieder von
links nach rechts.
Die letzte Reihe passen Sie
ein, indem Sie das jeweilige
Element deckungsgleich auf
die zuletzt gelegte Reihe
legen. Mit einem Reststück
in Originalbreite und einem
Bleistift übertragen sie den
Wandverlauf auf das Paneel.
Legen Sie das zugeschnittene
Element in die Führungsnut
der vorherigen Reihe und
verriegeln wie gewohnt mit
dem Zugeisen.
(12)
Schlussarbeiten:
- Entfernen Sie alle Abstandklötze.
-
Verlegen Sie die Fußleisten,
dabei die Leisten niemals am
Boden befestigen.
-
Bewegungsfugen vor Rohren
etc. werden mit Rosetten
abgedeckt oder mit einer Acryl-Fugendichtmasse abgedichtet.
-
An Stellen, an denen keine
Profile oder Sockelleisten
verlegt
werden können, muss die Randfuge mit einer Acryl-
Fugendichtmasse abgedichtet werden.